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Von großen Gesellschaftsbildern, Märchen, Mythen und literarischen Grenzgängern
diesmal wird es besonders klassisch – aber keineswegs brav. Im Mittelpunkt steht Émile Zolas großes Romanprojekt Die Rougon-Macquart: zwanzig Romane, eine Familie, ein ganzes Gesellschaftspanorama des 19. Jahrhunderts. Wer verstehen will, warum Zola weit mehr war als nur ein einzelner großer Erzähler, findet hier den passenden Einstieg.
Dazu kommen gleich mehrere Schwergewichte der Weltliteratur: Honoré de Balzac mit seinen gesammelten Werken, Dostojewski mit Der Jüngling, Homer mit Ilias & Odyssee und Laurence Sterne mit Tristram Shandy, einem der eigensinnigsten, verspieltsten und modernsten Romane, lange bevor die Moderne überhaupt so hieß.
Etwas leichter, aber nicht weniger reizvoll wird es mit den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, Bürgers Münchhausen, Paul Heyses L’Arrabbiata und Heinrich Manns bissigem Gesellschaftsroman Im Schlaraffenland. Außerdem dabei: Heinrich Schliemanns Selbstbiographie – die Lebensgeschichte des Mannes, der Troja suchte und sich dabei selbst gleich mit zur Legende machte.
Kurz gesagt: Ich habe diesmal Lesestoff zusammengestellt, der von antiken Epen bis zur Gesellschaftssatire reicht, von Märchen bis Größenwahn, von literarischem Experiment bis Weltroman. Nicht alles bequem, aber vieles erstaunlich lebendig.
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