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Von verprassten Millionen, eleganten Dieben und gefährlichen Abgründen
diesmal beginnt der Newsletter mit einer ziemlich reizvollen Ausgangslage: In Brewsters Millionen muss Monty Brewster eine Million Dollar in einem Jahr ausgeben, um sieben Millionen zu erben – allerdings ohne das Geld zu verschenken und ohne jemandem den wahren Grund zu verraten. Eine absurde Wette, die schnell zeigt, dass Geld loszuwerden manchmal fast so schwierig sein kann, wie welches zu bekommen.
Dazu kommt noch einmal Vergangen im Wind, Margaret Mitchells großer Südstaatenroman in vollständiger Neuübersetzung – ein monumentaler Stoff über Krieg, Besitz, Liebe, Überleben und eine Heldin, die sich von keiner Katastrophe endgültig brechen lassen will.
Für klassische Spannung sorgt Arsène Lupin, Meisterdieb und Gentleman: charmant, dreist, elegant und immer ein paar Schritte schneller als Polizei und Gesellschaft. Ebenfalls kriminalliterarisch interessant ist Die Gefangennahme des Paul Beck, in der Dora Myrl, eine der ersten Polizistinnen der Kriminalliteratur, auf den „irischen Sherlock Holmes“ trifft.
Daneben wird es literarisch dunkler: Gerhart Hauptmanns Bahnwärter Thiel führt in den schleichenden Wahn eines scheinbar pflichtbewussten Mannes, Paul Heyse und Isolde Kurz bringen Novellen, Märchen und literarische Seitenwege ins Programm. Mit Vater & Sohn ist außerdem ein Stück deutscher Comicgeschichte dabei, und Der Hexer von Hymal setzt sein Fantasy-Epos fort.
Kurz gesagt: Ich habe diesmal eine Ausgabe zusammengestellt, in der Geld, Täuschung, Ehrgeiz, Wahnsinn, Humor und Abenteuer ziemlich eng beieinanderliegen. Genau die richtige Mischung für alle, die Klassiker nicht als Pflichtlektüre, sondern als gut gefüllte Vorratskammer für starke Geschichten verstehen.
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