Beschreibung
Eine Million Dollar erben – und sie so schnell wie möglich wieder loswerden: Für Monty Brewster beginnt damit ein Jahr, in dem Verschwendung zur Pflicht wird.
Sein Onkel hat ihm ein weit größeres Vermögen hinterlassen. Monty bekommt es jedoch nur, wenn er bis zu seinem nächsten Geburtstag die Million seines Großvaters ausgegeben hat. Geld verschenken oder verleihen darf er nicht. Am Ende soll nichts davon übrig sein. Und niemand soll erfahren, warum er plötzlich ein so kostspieliges Leben führt.
Während Monty Feste gibt, Reisen plant und mit jeder Ausgabe gegen die Zeit arbeitet, halten ihn seine Freunde zunehmend für verrückt. George Barr McCutcheon erzählt mit Witz und Tempo von einem Mann, für den Geldausgeben zur schwierigsten Aufgabe seines Lebens wird.
ISBN 978-3-962819-64-4 (Epub)Die „kleinen Söhne der Reichen“ saßen um den langen Tisch in Pettingills Atelier. Außer Brewster waren neun von ihnen da. Sie waren sämtlich jung, mehr oder weniger unternehmungslustig, voller Hoffnung und ziemlich sicher, dass noch bessere Zeiten auf sie warteten. Die meisten trugen Namen, die in der Geschichte New Yorks etwas bedeuteten. Einer von ihnen hatte sogar einmal bemerkt: „Man erkennt einen Mann an der Straße, die nach ihm benannt ist.“ Da er erst seit Kurzem dazugehört hatte, nannten sie ihn „Subway“.
Der Beliebteste in der Runde war der junge „Monty“ Brewster. Er war groß, kerzengerade und glatt rasiert. Man sagte, er sehe „sauber“ aus. Ältere Damen interessierten sich für ihn, weil seine Eltern einst zusammen durchgebrannt waren – eine romantische Geschichte, über die in den Siebzigerjahren die ganze Stadt gesprochen und die man ihnen nie verziehen hatte. Weltgewandte Damen interessierten sich für ihn, weil er der einzige Enkel Edwin Peter Brewsters war, eines vielfachen Millionärs, und ziemlich sicher dessen Erbe werden würde – falls der alte Herr sein Vermögen nicht versehentlich noch der Wohltätigkeit vermachte. Jüngere Damen interessierten sich aus einem weit einfacheren und einleuchtenderen Grund für ihn: Sie mochten ihn. Auch bei Männern kam Monty gut an. Er war ein guter Sportsmann, ein Mann unter Männern, achtete sich selbst in angemessenem Maß und hatte nichts Ernstliches gegen Arbeit einzuwenden.









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