Beschreibung
NEU: Mit alphabetischem Index
Über 13500 Seiten
Mit einem einführenden Aufsatz zu Leben und Werk.
Zweig, zu seinen Lebzeiten einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftsteller weltweit, wird schon früh in viele Sprachen übersetzt. Sein Werk als umfangreich zu beschreiben, grenzte an Untertreibung. Zweig ist ein Multitalent: Lyriker, Erzähler, Dramatiker und Kulturhistoriker.
Stefan Zweig ist ein ebenso wortgewaltiger wie eleganter Erzähler. Vor allem seine Prosa und Biografien („Joseph Fouché“, „Marie Antoinette“) finden bis heute ein Publikum. Das Gesamtwerk zeichnet sich durch viele Novellen („Schachnovelle“, „Der Amokläufer“) und historisch basierten Erzählungen aus (Tolstoi, Dostojewski, Napoléon, Marie Antoinette, Freud).
Alle wichtigen Werke Zweigs finden sich in dieser Sammlung
‚Wissen Sie, daß ich dadurch meine Pension verliere?‘
‚Ich werde sie Ihnen entschädigen.‘
‚Sie sind sehr deutlich … Aber ich will noch mehr Deutlichkeit. Welche Summe haben Sie als Honorar in Aussicht genommen?‘
‚Zwölftausend Gulden, zahlbar auf Scheck in Amsterdam.‘
Ich … zitterte … ich zitterte vor Zorn und … ja auch vor Bewunderung. Alles hatte sie berechnet, die Summe und die Art der Zahlung, durch die ich zur Abreise genötigt war, sie hatte mich eingeschätzt und gekauft, ohne mich zu kennen, hatte über mich verfügt im Vorgefühl ihres Willens. Am liebsten hätte ich ihr ins Gesicht geschlagen …
[Ausschnitt aus „Der Amokläufer“]
Auszug aus dem ausführlichen Inhaltsverzeichnis:
u.v.m.
ISBN 978-3-954182-91-6 (Mobi), 978-3-954182-92-3 (Epub), 978-3-954182-93-0 (PDF)‚Wissen Sie, daß ich dadurch meine Pension verliere?‘
‚Ich werde sie Ihnen entschädigen.‘
‚Sie sind sehr deutlich … Aber ich will noch mehr Deutlichkeit. Welche Summe haben Sie als Honorar in Aussicht genommen?‘
‚Zwölftausend Gulden, zahlbar auf Scheck in Amsterdam.‘
Ich … zitterte … ich zitterte vor Zorn und … ja auch vor Bewunderung. Alles hatte sie berechnet, die Summe und die Art der Zahlung, durch die ich zur Abreise genötigt war, sie hatte mich eingeschätzt und gekauft, ohne mich zu kennen, hatte über mich verfügt im Vorgefühl ihres Willens. Am liebsten hätte ich ihr ins Gesicht geschlagen …
[Ausschnitt aus „Der Amokläufer“]An sich war dieser kleine Konzertsaal, der ausschließlich der Kammermusik vorbehalten war, ein ganz unbedeutendes, unkünstlerisches Bauwerk, die frühere Reitschule des Fürsten Liechtenstein, und nur durch eine Holzverschalung völlig prunklos zu musikalischen Zwecken adaptiert. Aber er hatte die Resonanz einer alten Violine, er war den Liebhabern der Musik geheiligte Stätte, weil Chopin und Brahms, Liszt und Rubinstein darin konzertiert, weil viele der berühmten Quartette hier zum ersten Male erklungen. Und nun sollte er einem neuen Zweckbau weichen; es war unfaßbar für uns, die hier unvergeßliche Stunden erlebt. Als die letzten Takte Beethovens verklangen, vom Roséquartett herrlicher als jemals gespielt, verließ keiner seinen Platz. Wir lärmten und applaudierten, einige Frauen schluchzten vor Erregung, niemand wollte es wahrhaben, daß es ein Abschied war. Man verlöschte im Saal die Lichter, um uns zu verjagen. Keiner von den vier- oder fünfhundert der Fanatiker wich von seinem Platz. Eine halbe Stunde, eine Stunde blieben wir, als ob wir es erzwingen könnten durch unsere Gegenwart, daß der alte geheiligte Raum gerettet würde. Und wie haben wir als Studenten mit Petitionen, mit Demonstrationen, mit Aufsätzen darum gekämpft, daß Beethovens Sterbehaus nicht demoliert würde! Jedes dieser historischen Häuser in Wien war wie ein Stück Seele, das man uns aus dem Leibe riß.
[Ausschnitt aus „Die Welt von Gestern – Erinnerungen eines Europäers“]



Bianca –
Auch von mir danke schön für diese tolle Zusammenstellung.
Helga Braun –
Lieber Herr Schulze,
meine Bewertung bezieht sich auf die 1. Auflage – mit kleineren Druckfehlern oder fehlenden Endungen kann ich trotzdem von ungeschmälertem
Lesegenuß berichten. Ich denke, daß ich durch meine Begeisterung speziell für diese Ausgabe und für das Mammutwerk im Besonderen viele
meiner Freunde und Bekannten infiziert habe, die wie ich durch die Nachkriegs-Literaturlandschaft gerade bei Zweig eine Lücke beklagten.
Meine Frage: unterscheidet sich die 4. Auflage wesentlich von der ersten, sprich: neu herunterladen und die „alte“ löschen?
Kann ich auf eine Antwort hoffen?
Frdl. Gruß
Helga Braun
30.10.2015
Sebastian Nørgaard –
Fantastische Zusammenstellung. Ersetzt meine gesamte Papierbibliothek. Uns das für 99 Cent. Erschrecken, oder? Aber änder ja nichts an der Qualität des WErks.
Stefan –
Hallo, liebe Leute vom Verlag.
Danke, dass Sie sich meines Namensvetters angenommen haben und mir somit ermöglichen, auch in der Bus&Bahn alles grifftbereit zu haben.
Auch wenn das Inhaltsverzeichnis allein schon ein Inhalstverzeichnis bräuchte, so lang wie es ist.
Tschüss
Ihr Stefan Schmidt aus München