Null Papier ohne Kopierschutz-DRM

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DRM gängelt ehrliche Leser und nützt nichts gegen Diebe.

Aus diesem Grunde verzichtet mein Verlag von nun an auf jedes „harte“ DRM, das ein Kopieren auf mehrere Lesegeräte verhindert, erschwert oder sonst wie einschränkt.

Ein Soft-DRM, das Dateien mit einem digitalen Fingerabdruck versieht, aber dem Leser keinerlei Einschränkungen aufzwingt, ist leider für manche Shops immer noch unumgänglich und bleibt daher bei einigen E-Books vorläufig bestehen.

Ich vertraue meinen Lesern.

Jürgen Schulze, Verleger

7 Responses

  1. Wolfgang
    | Antworten

    Interessante Sache – mein Problem ist ein anderes. Ich möchte keine Bücher weitergeben, aber aus Büchern zitieren können – hilft mir da diese Abschaltung?

    • Jürgen Schulze
      | Antworten

      Das Zitieren von Texten ist (in Deutschland) unabhängig von DRM oder sonstigen Schutzmaßnahmen nicht nur erlaubt, sondern z.B. im wissenschaftlichen Bereich sogar unverzichtbar. Natürlich sollte das Zitat aber nicht aus 200 Seiten bestehen.

  2. Roland Spewak
    | Antworten

    Schön dass ich eine Diskussion angestoßen habe.
    Aus eurer Sicht geb ich euch recht.

    Möchtet ihr etwas von mir lesen geht auf meine HP.
    Gruß

  3. Carola Haberkorn
    | Antworten

    Auf der einen Seite bin ich natürlich auf der Seite der Autoren. Sie leben wie jeder andere auch von ihrer Arbeit. Aber seien wir ehrlich. Bücher sind nicht billig., egal ob in gedruckter Form oder als e-book.
    Alle meine Kollegen sind begeisterte Leser und natürlich tauschen wir Bücher untereinander aus (aus oben genannten Gründen). Mit e-books ist das nicht möglich was wir alle sehr bedauern. Mit dem auflassen des Kopierschutzes wäre dies wieder möglich. Und ganz ehrlich, so manches geliehene Buch wurde danndoch noch gekauft, weil es zum Lieblingsbuch und deshalb oft gelesen wurde.

    • Jürgen Schulze
      | Antworten

      Dem kann ich nur beipflichten.
      Die Verkaufsansätze für physikalische Medienträger auf digitale 1:1 zu übertragen, muss scheitern.
      Man wird sehen, was die Zukunft bringt.

  4. Roland Spewak
    | Antworten

    Es ist ein zweiseitiges Schwert. Einerseits erschwert es das Lesen auf unterschiedlichen Geräten. Andrerseits schützt es die Rechte der Autoren.
    Ich schreibe selbst und werde nächstes Jahr ein eBook veröffentlichen.
    Wäge ich ab stimme ich dem Verlag zu.
    Dem ehrlichen Leser sei es gedankt, wenn er die Summe eines E-Buches bezahlt.

    • Jürgen Schulze
      | Antworten

      Zitat:

      „Andrerseits schützt es die Rechte der Autoren“

      Nein, tut es eben nicht. Ehrliche Leser/Käufer (und das ist die absolute Mehrheit) bezahlen. Und die unehrlichen lassen sich davon nicht abschrecken.
      ALLE Bestseller lassen sich irgendwo, irgendwie im Internet zum illegalen Download finden. DRM bringt also nichts. Da kann ich es gleich lassen.

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