Die Feuerzangenbowle

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Heinrich Spoerls heitere Erinnerungen an Schulstreiche und Männerfreundschaften in Die Feuerzangenbowle vereinen Witz, Nostalgie und spitzbübische Kritik am Bildungswesen.


Seiten: 176
ISBN 978-3-962819-55-2 (Epub)

Beschreibung

Als Heinrich Spoerl seine launige Satire schrieb, wollte er nicht nur über Schülerstreiche lachen lassen, sondern auch die Sehnsucht nach unbeschwerter Jugend und die kleine Rebellion gegen die Welt der Erwachsenen feiern. In Die Feuerzangenbowle entführt er den Leser in eine Zeit voller Schabernack, warmherziger Ironie und feinsinniger Beobachtungen. Der Erzähler nimmt uns mit in eine Schule, in die Erinnerungen und in die Kunst, das Leben mit einem Augenzwinkern zu betrachten — ganz so, wie Spoerl es meisterhaft versteht.

Der Titel ist Programm: Die Feuerzangenbowle steht hier für geselliges Beisammensein, für das gemeinsame Erzählen von Streichen und Anekdoten, und für die wohlig-heitere Wärme, die entsteht, wenn man Erinnerungen miteinander teilt. Doch Spoerl zeigt auch, dass hinter dem Lachen eine kritische Haltung gegenüber Autorität und starren Konventionen lauert. Seine Figuren sind liebevoll gezeichnet, manches ist boshafter Schalk, manches zarte Melancholie; immer aber schlägt der Tonfall zwischen komischer Überzeichnung und menschlicher Wärme.

Spoerl spricht den Leser direkt an, lädt ihn ein, Teil der Gesellschaft zu werden, die sich um die Feuerzangenbowle versammelt. Man spürt die Lust am Wort, die spielerische Raffinesse der Sprache und die feine Mischung aus Nonsens und Lebensweisheit. Dieses Buch ist mehr als eine Sammlung von Streichen: Es ist ein Plädoyer für das Verspielte und für die Erinnerung als Rettung vor der Schäbigkeit des Alltags. Wer Die Feuerzangenbowle aufschlägt, begibt sich auf eine vergnügliche Reise zurück zu den Tagen, an denen ein Streich noch den ganzen Abend entschied — und an deren Ende man doch etwas über sich selbst gelernt hat.

»Sä heißen?«

»Pfeiffer, Johann.«

»Met einem oder met zwei äff?«

»Mit drei, Herr Professor.«

»??«

»Eins vor dem ei und zwei hinter dem ei.«

Die Klasse gluckst. Professor Crey aber sieht ihn mitleidig an.

»Sä send etwas albern. Sä waren noch auf keiner Anstalt? Das spört man. Sä werden sech an strenge Scholzocht gewöhnen mössen.«

Im Anschluss daran hält er einen Vortrag über die von ihm befolgten Grundsätze klassischer Pädagogik, die in dem Satz gipfelt: »Met der Schole est es wie met einer Medizin – sä moß better schmecken, sonst nötzt sä nechts.«

ISBN 978-3-962819-55-2 (Epub)


Verlag: Null Papier Verlag
Erstveröffentlichung:
Ausgabe: 1. Auflage
Format: E-Book

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Epub

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