Deutsche Verlage verpassen mal wieder den Anschluss

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Der Artikel „Der lange Anlauf bis zur E-Revolution“ [taz, 11.04.2011] in hat mich zu folgenden Gedanken angeregt:

Ich habe seit ca. 2 Wochen einen Amazon Kindle der 3. Generation.

Wer einmal mit diesem Teil einen Roman gelesen hat (KEIN SACHBUCH!!!), der rührt nie wieder ein gedrucktes Buch an.

Das Schriftbild ist wie auf Papier.

Dazu gibt es jede Menge Vorteile:

  • klein, handlich, angenehm – besonders bei 1000-Seiten-Schinken
  • Akku hält dank neuer Technik monatelang
  • Automatisch werden Lesezeichen gesetzt und synchronisiert (auch auf meinem kleinen Android-Handy, das ebenfalls Amazon-Bücher „lesen“ kann
  • Kommentare können gesetzt werden und mit der Online-Community – wenn man will – ausgetauscht werden, in Echtzeit
  • Der Shop ist gleich in der Hand, man kann stöbern, probelesen und direkt kaufen.
  • Und wenn ich ein Wort nicht kenne, schlage ich es direkt nach oder klicke drauf und werde im Hintergrund zu Wikipedia oder Google verbunden. Das geht schneller, als zum Duden zu greifen.

Aber Deutsche Verlage sind wieder die Dinosaurier. „Ebook? Klar, aber bitte nur noch teurer als die gedruckte Version!“ So werden die halt draufzahlen, sobald Amazon den ersten rein deutschen Kindle herausbringt und die Verlage einfach dazu zwingt, digitale Inhalte zu vernünftigen Preisen herauszubringen. So wie in den USA, wo Amazon zu Weihnachten 2010 mehr digitale als gedruckte Bücher verkauft hat.

Und die Behauptung, dass es kostenaufwendig sei, ein Buch auf EPUB/AZW/PDF umzusetzen, ist eine bodenlose Lüge. Das kann jedes Profiprogramm auf Knopfdruck. Und die Inhalte liegen ja eh schon digital vor.

Aber deutsche Konsumenten lassen sich ja gerne belügen.

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