Jeder, der sich schon einmal bemüht hat, einen fiktiven Text zu schreiben, weiß um das Problem der »richtigen« Namensfindung der Figuren. Ich habe das Wort »richtigen« bewusst in Anführungsstriche gesetzt, denn wer weiß schon um einen »richtigen« Namen.
Es gibt mittlerweile sehr viel bessere Methoden, als mit dem Finger mitten ins örtliche Telefonbuch zu tippen. Wer hat eigentlich noch gedruckte Telefonbücher?
Ich nutze dafür die Software Scrivener, die erstaunlich Möglichkeiten bietet, auf Knopfdruck zigfach Namen auszuspucken, auf Wunsch deutsche, englische, französische. Aber auch außergewöhnlichere Namensräume sind vertreten: Nordisch, Jordanisch, Palästinensisch und dutzende andere.
Man kann auch kombinieren: einen deutschen Vornamen mit einem französischen Nachnamen zum Beispiel.
Und als Krönung gibt es auch eine Herkunftsdatenbank, in der die Bedeutung des Namens erklärt wird. Herz, was willst Du mehr?
Scrivener gehört zur Gattung der Autoren-Werkzeuge. Das Programm ist schon auf dem Apple Mac seit mehreren Jahren sehr erfolgreich.
Die Windows-Version, die auch über den Namengenerator verfügt, ist zurzeit (Mai 2011) noch gratis zu testen.
Die Funktion wird über Edit|Writing Tools|Name Generator aufgerufen.
Über den Sinn und den Nutzen von Autoren-Werkzeugen bzw. -Umgebungen muss sich jeder selbst Gedanken machen. Ich finde sie manchmal auch zu viel des Guten und dass sie vom wesentlichen, dem Schreiben, ablenken.


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