Die Nonne – Sittenroman aus dem 18. Jahrhundert

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Der Roman wurde erst durch seine Veröffentlichung in Deutschland, Jahre nach dem Tod Diderots, auch in Frankreich, dem Heimatland des Autors, bekannt. „Die Nonne“ (1796), beschreibt den erfundenen Leidensweg einer unfreiwilligen Nonne.

Lösche Auswahl

Seiten: 193
ISBN 978‑3‑954183‑90‑6 (Kindle), 978‑3‑954183‑91‑3 (Epub), 978‑3‑954183‑92‑0 (PDF)

Beschreibung

Der Roman wurde erst durch seine Veröffentlichung in Deutschland, Jahre nach dem Tod Diderots, auch in Frankreich, dem Heimatland des Autors, bekannt.

„Die Nonne“ (1796), beschreibt den erfundenen Leidensweg einer unfreiwilligen Nonne. Die junge Susanne Simonin erzählt ihre Lebensgeschichte. Von den Eltern wird sie zu einem Dasein als Ordensschwester gezwungen, da für eine standesgemäße Heirat die nötigen Mittel fehlen. Auf ihrer schicksalshaften Odyssee durch verschiedene Klöster und Abteien trifft sie schließlich auf eine fanatische und grausame Äbtissin, die sie zum Ziel von Repressalien und Schikanen macht.

Diderot schrieb diese erfundenen Briefe zusammen mit engen Freunden, um einen gemeinsamen Bekannten aus der französischen Provinz wieder zurück nach Paris zu locken. Dieser Bekannte fixierte sich so sehr auf diese erfundene Nonne, dass Diderots schließlich auch noch ihren Tod erfinden musste.

Aber wie in fast allen Werken Diderots liegt auch diesem Werke eine Tatsache zugrunde. Im Jahre 1757 strengte eine Nonne des Klosters Longchamp einen Prozess gegen ihre Eltern an, die sie gezwungen hatten, Nonne zu werden. Damals ein unglaublicher Skandal, den die katholische Kirche natürlich mit aller Macht zu vertuschen versuchte.

Die Beschreibung der unsittlichen Szenen hat dem Buche den Vorwurf der Frivolität eingetragen.

»Die Nonne … bewahrt als angemessenen Stil die rhetorische und oratorische Insistenz, die ihr anfechtbarster Aspekt ist, besitzt aber auch die Reinheit und die Gewalt des Tragischen, die sie zu einem Meisterwerk der visionären Kunst machen.« [Robert Mauzi]

Schon am nächsten Tage kam die Oberin in meine Zelle, mit einer Nonne, welche auf den Armen ein Büßerhemd und jenes grobe Kleid trug, das man mir angelegt hatte, als man mich in den Kerker warf. Ich entkleidete mich, oder vielmehr man riß mir meinen Schleier und mein Gewand ab und legte mir dieses Kleid an. Mein Kopf war unbedeckt, meine Füße nackt, und mein langes Haar fiel auf meine Schultern herab. Meine ganze Kleidung bestand aus diesem Büßergewand und einem sehr harten Hemde, das mir bis auf die Knöchel reichte. Diese Kleidung behielt ich den ganzen Tag und erschien so bei allen Religionsübungen.

Abends, als ich mich in meine Zelle zurückgezogen hatte, hörte ich, daß man sich derselben näherte und Litaneien sang; das ganze Haus hatte sich in zwei Reihen ausgestellt. Man trat ein, ich ging auf die Nonnen zu, und man legte mir einen Strick um den Hals; dann gab man mir eine angezündete Fackel in die eine Hand und eine Geißel in die andere.

Der Roman wurde mehrmals verfilmt, zuletzt 2013 von Guillaume Nicloux, mit Isabelle Hupert, Martina Gedeck und Pauline Etienne

1. Auflage, ISBN 978‑3‑954183‑90‑6 (Kindle), 978‑3‑954183‑91‑3 (Epub), 978‑3‑954183‑92‑0 (PDF)
Umfang : 174 Normseiten bzw. 193 Buchseiten
Null Papier Verlag – www.null-papier – www.facebook.com/Null.Papier.Verlag


Verlag: Null Papier Verlag
Erstveröffentlichung: 14. Januar 2014
Ausgabe: 1. Auflage
ISBN: 978-3-954183-91-3
ISBN: 978-3-954183-90-6
ISBN: 978-3-954183-92-0
Format: EBook

Zusätzliche Information

Format

Epub, Kindle, PDF

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