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Hans Dominik – der Pionier der deutschen Science-Fiction

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Einige werden es schon bemerkt haben, ich habe zwei neue Bücher in mein Programm aufgenommen: „Der Brand der Cheopspyramide“ und „Die Macht der Drei“, beide Titel von Hans Dominik.

Hans Dominik - Die Macht der Drei
Die Macht der Drei

Das erste Buch des ersten deutschen Science-Fiction-Autors Hans Dominik.

Bewertet mit 5.00 von 5
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Hans Dominik - Der Brand der Cheopspyramide
Hans Dominik – Der Brand der Cheopspyramide

Ein Bestseller des ersten deutschen Science-Fiction-Autors

Bewertet mit 5.00 von 5
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Hans Dominik – mehr als nur der deutsche Jules Verne

Hans Dominik (1872-1945) war der Pionier des utopischen Romans in Deutschland und einer der erfolgreichsten deutschen Populärschriftsteller des 20. Jahrhunderts. Er studierte an der Technischen Hochschule Berlin Maschinenbau und Eisenbahntechnik. Später war er für mehrere Unternehmen im Bereich der Großindustrie und des Bergbaus tätig, u.a. auch für Siemens. Nach 1901 machte er sich als Fachautor selbständig. Für Auftraggeber aus der Industrie verfasste er Werbebroschüren und Prospekte. Seine Leidenschaft galt aber der aufkommenden Science-Fiction-Literatur oder besser den „technischen Abenteuerromanen“, wie diese in Deutschland noch genannt wurden.

Hans Dominik - Die Macht der Drei
Hans Dominik

Sein erster utopischer Roman „Die Macht der Drei“ erschien 1922 als Fortsetzungsgeschichte und wurde kurz darauf als Buch veröffentlicht. Ab 1924 widmete sich Dominik ganz der Schriftstellerei, in Jahresabständen erschienen weitere Romane.

Er pflegte einen sehr deutschen, sehr ingenieurhaften Schreibstil: sachlich, fachlich versiert und ohne Schnörkel, dafür aber mit einer großen visionären Kraft. Er fabulierte als einer der Ersten überhaupt über die Möglichkeiten und Herausforderungen der neuen Technologien: Atomkraft, Massenvernichtungswaffen, Flugreisen, Raketen, Energiegewinnung im industriellen Maßstab, Fernkommunikation – seine fundierten Annahmen erschienen immer „möglicher“ als die Fantasien eines Jules Verne.

Hans Dominik - Die Macht der Drei

Die Unterschiede zu den Nachkriegsveröffentlichungen

Nach 1945 wurden Dominiks Bücher – egal ob in Ost oder West – je nach vorherrschender politischer Großwetterlage gnadenlos zensiert und gekürzt, obwohl dazu nicht wirklich Anlass bestand, denn in erster Linie wollte Dominik unterhalten und nicht politisieren. In den West-Veröffentlichungen wurden meist keine feindlichen Länder genannt erst recht keine bösen Amerikaner. In den Ost-Veröffentlichungen blieb Russland auf einmal unerwähnt. Diese Selbstzensur der Verlage führte sogar zu dem grotesken Umstand, dass überall das Wort „Führer“, z.B. bei einer simplen Wanderschaft, durch „Anführer“ ersetzt wurde. Ja, so war das damals.

Im Band „Der Brand der Cheopspyramide“ habe ich in Fußnoten die Unterschiede zu den Nachkriegsveröffentlichungen aufgezeichnet, es sind ca. 150.

Hans Dominik - Die Macht der Drei

Sollte sich ein Erfolg einstellen, werden bestimmt noch weitere Veröffentlichungen folgen. Wenn jemand beim Korrekturlesen helfen möchte, so bitte ich um Meldung unter js@null-papier.de.

Viel Spaß beim Lesen
Ihr Jürgen Schulze, Verleger

4 Responses

  1. Tobias Zeiger
    | Antworten

    Ich kann zwar auch Fraktur lesen und habe einige der grünen Bücher im Schrank aber lateinische Schrift ist schon einfacher. Spitze dass Null Papier wieder die Originalausgaben auflegt, Heyne eine entsprechende Reihe ja in den Nullerjahren mit Kautschuk sang- und klanglos eingestellt. Danke Danke Danke.

    Kommen irgendwann auch die Sachbücher?

    • Jürgen Schulze
      | Antworten

      Guten Tag, Herr Zeiger. Und vielen Dank für das Lob.
      Ich fürchte, was die Sachbücher betrifft, muss ich eine Absage erteilen. Denn die Aufsätze von Hans Dominik sind weit verstreut (der Mann hatte ein großes Output) über zig Periodika und Verbandszeitschriften. Diese sind nur noch schwer aufzutreiben und kosten dementsprechend viel. Selbst einige der frühen Sammlungen kosten mehrere hundert Euro.
      Gruß
      Jürgen Schulze

      • Tobias Zeiger
        | Antworten

        Guten Tag Herr Schulze,

        ich meinte weniger Aufsätze, sondern in sich abgeschlossene Sachbücher wie „Amüsante Wissenschaft“ oder „Über und unter der Erde“.

  2. Wolfgang Rademacher
    | Antworten

    Hallo, Herr Schulze,
    klasse, dass Sie sich dieser Bücher, die doch schon so lange ein Heim suchen, angenommen haben.
    Ich erinnere mich, die Bücher bei meinem Großvater im Schrank gefunden zu haben, leider konnte ich sie nicht wirklich mit Genuss lesen, da ich diese „Krakelschrift“ nur schwer entziffern kann. Und die gebrauchten Heyne-Ausgaben haben mir noch nie gefallen.
    Ich hoffe, dass auch bald die andern Bücher folgen werden.
    Tschüss, ihr
    Wolfgang Rademacher, Bremen

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