Stoppen wir den Faschisten Björn Höcke!

Ich bin beunruhigt. Ich bin angeekelt. Ich bin wütend.

Ich beziehe mich auf die Berichterstattung über die “neue” Wannseekonferenz, in der die Deportation von Menschen, die den Faschisten Björn Höcke nicht in den Kram passen, geplant wurde. Leider zeigen unsere demokratischen Politiker nicht genug Mut, ein Verfahren zur Verbotsaussprache gegen die AfD zu initiieren.

Noch haben wir die Möglichkeit, uns zu wehren. Es ist noch nicht das Jahr 1933. Eine Petition gegen den AfD-Politiker Björn Höcke erfährt gerade breite Zustimmung und behandelt die Grundrechtsverwirkung. Ein entsprechender Antrag könnte von der Bundesregierung gestellt werden. Vielleicht reicht dies zumindest aus, um den genannten Herrn, dessen Namen ich vor Ekel ab jetzt nicht mehr ausschreiben möchte, in die Schranken zu weisen.

Fast 1 Mio. Menschen (Stand 15.01.2024) haben die Petition bereits unterzeichnet. Es ist einfach und dauert keine 10 Sekunden. Hier können Sie die Petition unterstützen: https://weact.campact.de/petitions/wehrhafte-demokratie-hocke-stoppen

Aktuell schäme ich mich, ins Ausland zu reisen, da ich nicht gefragt werden möchte, ob sich bei uns ein neuer Hitler entwickelt.

Ein anderer kleiner Mussolini in den USA muss ich ja jetzt auch in mehreren Verfahren dem Vorwurf stellen, des Amtes, für das er sich erneut bewirbt, nicht würdig zu sein. Vielleicht wird 2024 das Jahr, in dem das braune Pack zurück in ihre Rattenlöcher getreten wird. Ich würde es mir wünschen. Und all denen, die sich jetzt bei mir beschweren, möchte ich entgegnen: Das wird man doch wohl noch sagen dürfen, oder?!

Als Verleger, der um die Geschichte(n) von Bertolt Brecht, Alfred Döblin, Sigmund Freud, Erich Kästner, Alfred Kerr, Erich Maria Remarque, Anna Seghers, Ernst Toller, Kurt Tucholsky, Erich Ohser und vieler anderer weiß, kann ich nicht anders. Auch ich habe schon zu lange geschwiegen.

Jürgen Schulze, Neuss 15.01.2024

2 Responses

  1. cm
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    “Das wird man doch wohl noch sagen dürfen, oder?!” Nein, das muss man sagen! Bravo, Herr Schulze!

  2. nullpapier-1527
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    Ich schließe mich dem Höcke-Stopp-Wunsch an. Die Petition habe ich unterzeichnet.
    Heute morgen las ich einen Artikel in der SZ: “Deutsche Dämmerung” von Hilmar Klute. In der Einleitung wird geschildert, wie Lion Feuchtwanger im Mai 1940 in Sanary-sur-Mer aus dem Radio erfährt, dass die deutschen Besatzer beabsichtigten, alle in Paris ansässigen deutschen Staatsangehörigen zu internieren.
    Dazu muss man wissen (https://de.wikipedia.org/wiki/Sanary-sur-Mer), dass sich in Sanary-sur-Mer am Mittelmeer viele deutsche Emigranten aufhielten, darunter viele berühmte Schriftsteller.
    Ich nehme den Artikel zum Anlass, mal wieder „Der Teufel in Frankreich” von Lion Feuchtwanger zu lesen:

    „Ich war allein, lag auf der Ottomane und hörte die Meldungen des Rundfunks. Es stand nicht gut, weder in Belgien noch in den Niederlanden. Ich überdachte die spärlichen Nachrichten, mit geschlossenen Augen auf der Ottomane liegend, und ich hörte mit halbem Ohr auf die Bekanntmachungen, die im Anschluß an die Nachrichten verkündet wurden. Da, auf einmal, hieß es, alle im Bezirk von Paris ansässigen deutschen Staatsangehörigen oder in Deutschland geborenen Staatenlosen im Alter von siebzehn bis fünfundfünfzig Jahren, Männer und Frauen, hätten sich an dem und jenem Tage da und dort einzufinden, um interniert zu werden.
    Ich rührte mich nicht, ich blieb liegen. Ich befahl mir: »Keine Panik, denke ruhig nach.« Ich sagte mir, höchstwahrscheinlich werde die Maßnahme auf die Stadt Paris beschränkt bleiben und sicherlich nicht werde sie auf den vom Krieg nicht bedrohten Süden ausgedehnt werden. Aber ein inneres Wissen sagte mir gleichzeitig, daß diese vernünftigen Erwägungen Unsinn seien. Vom Beginn dieses Krieges an war immer das Schlechte eingetroffen, das man befürchtet, nie das Gute, das man gehofft hatte.“

    Auszug aus
    Der Teufel in Frankreich
    Feuchtwanger, Lion

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