Beschreibung
Mit großer Sachkenntnis und spürbarer Begeisterung nähert sich Ludwig Nohl in dieser Biographie Louis Spohr, einem Komponisten, der oftmals im Schatten seiner berühmten Zeitgenossen steht. Nohl führt uns durch Spohrs einfallsreiche Violinkonzerte und seine Pionierrolle als Dirigent. Dabei würdigt er zugleich Spohrs Beitrag zur musikalischen Romantik und das beständige Ringen um eine unverwechselbare künstlerische Handschrift.
ISBN 978-3-962817-37-4 (Mobi), 978-3-962817-36-7 (Epub), 978-3-962817-38-1 (PDF), 978-3-962817-48-0 (Print)In den Konzerten der Herzogin wurde nämlich Karten gespielt und um dies nicht zu stören, musste das Orchester ohne Pauken und Trompeten und immer piano bleiben, ja es war demselben noch ein dicker Teppich untergebreitet, sodass das »ich spiele, ich passe« lauter war als die Musik. Diesmal waren allerdings Spieltische und Teppich verschwunden und dem Herzog gefiel des jungen Künstlers Talent so sehr, dass er ihn zum Kammermusikus ernannte. Allein in der Folge trat auch die alte Pein wieder hervor. Jedoch einmal, als Spohr dort ein neues Konzert probierte, vergaß er, ganz erfüllt von seinem Werke, das er zum ersten Mal mit Orchester hörte, völlig des strengen Verbotes und spielte mit aller Kraft und allem Feuer, sodass er selbst das Orchester mit fortriss. Plötzlich wurde er mitten im Solo von einem Lakai am Arme gefasst, der ihm zuflüsterte: »Die Frau Herzogin lässt Ihnen sagen, sie sollen nicht so mörderisch darauf losstreichen.« Wütend über diese Störung spielte er womöglich nur noch stärker, musste sich aber dafür einen Verweis vom Hofmarschall gefallen lassen.








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