Beschreibung
Auf einer kleinen, blühenden Insel, wo Obstgärten duften und Bäche flüstern, begegnet die Welt einem Mädchen mit übersprudelnder Einbildungskraft — laut, verletzlich, unbesiegbar in ihrem Drang, zugehört zu werden. Diese Erzählung ist keine bloße Landpartie; sie verhandelt in knappen, warmen Bildern die großen Fragen des Heranwachsens: Wo finde ich Heimat? Wem darf ich mein Innerstes anvertrauen? Wieviel Zucht verträgt ein wilder Geist, ohne dass er verkümmert?
Zwischen präziser Hausordnung und üppiger Phantasie entspinnt sich ein zart-komischer, manchmal schmerzhafter Kampf um Anerkennung. Die Dorfgemeinschaft, mit ihren neugierigen Blicken und mütterlichen Geboten, wird zur Drehbühne für Mut, Verzeihen und Selbstbehauptung. Und mitten im Alltäglichen öffnet sich ein Weg: die Freiheit, das Eigene zu formen — und der Preis, den man dafür zahlt.
Das Buch atmet Poesie und Humor, es ist ein leiser Triumph der Wärme über die Härte des Lebens. Ein Text über Zugehörigkeit, über die Lektion, wie man sich selbst treu bleibt und dabei ein Zuhause bewahrt.
ISBN 978-3-962819-47-7 (Epub), 978-3-962819-48-4 (PDF)Sie saß dort an einem Nachmittag im frühen Juni. Die Sonne fiel warm und hell durchs Fenster; der Obstgarten am Abhang unter dem Haus stand in einem brauthaften Schimmer rosa-weißer Blüten und wurde von einer Unzahl Bienen umschwärmt. Thomas Lynde – ein sanftmütiger kleiner Mann, den die Leute von Avonlea „Rachel Lynde’s husband“ nannten – säte gerade seine späten Rüben auf dem Hügelacker jenseits der Scheune; und Matthew Cuthbert hätte seine auf dem großen roten Bachacker bei Green Gables säen sollen.









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