Beschreibung
Vollständig überarbeitete, korrigierte und illustrierte Fassung
Mit 23 Illustrationen
„Der Trotzkopf“ ist das vielleicht bekannteste deutschsprachige Mädchen-Buch und begeistert bereits seit mehreren Generationen seine Leserschaft.
Hauptfigur ist die 15-jährige Ilse Macket, die gemeinsam mit ihrem Vater und der Stiefmutter Anne auf einem Gut in Pommern lebt. Ilses Mutter ist kurz nach ihrer Geburt gestorben. Ilse wächst wild und ohne jede Erziehung auf, benimmt sich jungenhaft und tyrannisiert ihre Umgebung.
Schließlich wird sie auf das Pensionat von Fräulein Raimar geschickt. Hier gewinnt sie bald die Freundschaft der Lehrerin Charlotte Güssow und der englischen Schülerin Ellinor Grey, genannt Nellie.
Wendepunkt ist ein Vorfall in der Handarbeitsstunde, in der Ilse von Fräulein Raimar bloßgestellt wird. Das Mädchen reagiert mit einem Wutanfall und riskiert, aus dem Pensionat ausgeschlossen zu werden.
„Emmy von Rhoden“ war das Pseudonym von Emmy Friedrich (Geb. 1829), einer Bankierstochter aus Magdeburg. 1854 heiratete sie den Schriftsteller und Journalisten Dr. Friedrich Friedrich. Mit ihm hatte sie einen Sohn und eine Tochter, die spätere Schriftstellerin Else Wildhagen. Der Roman „Der Trotzkopf. Eine Pensionsgeschichte für erwachsene Mädchen.“ entstand nach langer Recherche. Das Werk wurde wenige Wochen nach dem Ableben der Autorin (1885) veröffentlicht.
Motiviert durch den Erfolg des Buches verfasste die Tochter der Autorin, Else Wildhagen, zwei Fortsetzungen: „Aus Trotzkopfs Brautzeit“ und „Aus Trotzkopfs Ehe“. Die niederländische Schriftstellerin Suze la Chapelle-Roobol beendete die Reihe mit dem Band „Trotzkopf als Großmutter.“
„Der Trotzkopf“ wurde ein großer Erfolg und gehörte – ähnlich den Nesthäkchen-Bänden – über Generationen als sogenannter Backfischroman zur Standard-Lektüre heranwachsender junger Mädchen und ist auch heute noch bekannt.
ISBN 978-3-954182-61-9 (Mobi), 978-3-954182-62-6 (Epub), 978-3-954182-63-3 (PDF)Als sie mit ihrem Vater noch allein war, führte sie freilich ein ungebundeneres und lustigeres Leben. Niemand hatte ihr Vorschriften zu machen oder durfte ihre dummen Streiche hindern; was sie auch ausführte, es galt alles als unübertrefflich. Das Lernen wurde nur als langweilige Nebensache betrachtet und die Gouvernanten fügten sich entweder dem Willen ihrer Schülerin oder sie gingen davon. Beklagte sich ja einmal diese oder jene bei dem Vater und hatte derselbe auch wirklich den festen Entschluß gefaßt, ein Machtwort zu sprechen gegen sein unbändiges Kind, er kam nicht dazu, es auszuführen. Sobald er mit ernster Miene ihr gegenüber trat, fiel Ilse ihm um den Hals, nannte ihn ihren »einzigen, kleinen Papa«, trotzdem er ein sehr großer, kräftiger Mann war, und küßte ihm Mund und Wangen. Versuchte er, ihr ernste Vorstellungen zu machen, hielt sie ihm den Mund zu.













Donnerkarl –
Immer schon liebte ich diesen Klassiker. Selbstredend lese ich heute meinen Kindern auch diese Zeilen vor. Das ist eben der Vorteil von solch fantastischen Büchern, die kann man immer lesen.
Philipp Herz –
Ich erinnere mich, als einziger in meiner Schulklasse dieses Buch als Junge gelesen zu haben. Schon komisch. Und jetzt lese ich es wieder. Ich habe ja jetzt sehr viel Zeit.
Philipp Herz, Böblingen
Susanne Möller –
Ach was habe ich mich gefreut, dieses Büchlein im Internet zu finden. Erinnerungen an die Kindheit bei Mutti auf dem Schoß. Danke.